Glossar
Verwendete Begriffe
 
 
 
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5 Jahres Frist
5 Jahre nach Abschluß einer erfolgreichen Therapie gilt der Patient als geheilt. Er hat ab diesem Zeitpunkt eine statistisch je nach Krebsart sehr hohe Überlebenschance, bezogen auf sein Krebsleiden.
5-Flourouracil
Chemische Substanz - findet in der Chemotherapie Verwendung. Ist ein Analogon der Nucleinbase Uracil, Bestandteil der RNA. Wirkt daher direkt auf die Zellteilung, indem die entstehenden Zellen fehlerhafte DNA enthalten und somit selbst nicht mehr Teilungsfähig sind.
A
 
Adenokarzinom
Krebsgeschwulst, die vom Magen ausgehend in die Speiseröhre wächst. Histologisch von dem Drüsengewebe des Magens abstammend.
Adjuvant
Eine die Wirkung unterstützende Behandlung.
Afterloading- Verfahren
Eine Form der Strahlentherapie;
Dabei wird von innen für eine genau bestimmte Zeit eine Strahlenquelle nahe des Tumors eingebracht, um diesen mit hoher Strahlendosis zu beschießen und benachbartes Gewebe weitgehend zu schonen.
Anamnese
Krankengeschichte;
Feststellung der Art, Beginn und Verlauf der aktuell bestehenden Beschwerden, Krankheit.
Anastomose
Hierbei werden Hohlorgane, die durch einen operativen Eingriff getrennt wurden, wieder verbunden. Zum Beispiel wird nach Entfernen des Magens die Speiseröhre an den Dünndarm (Zwölffingerdarm oder Ersatzmagen) wieder angenäht.
B
 
Barrett- Ösophagus
Der untere Teil der Speiseröhre wird mit Schleimhautzellen ausgekleidet, um diesen vor der Einwirkung von Galle und Säure aus dem Magen zu schützen.
Entsteht zumeist durch andauerndes Sodbrennen(-> Reflux).
Biopsie
Mit Spezialwerkzeug wird Gewebe entnommen umd dieses histologisch (unter dem Mikroskop) zu untersuchen.
Dabei kann zum Beispiel ein Zangenwerkzeug in einer Kanüle (Magenspiegelung) oder ein Skalpell benutzt werden.
C
 
Chemotherapie
siehe Zytostatika;
Eine Behandlung mit chemischen Substanzen, die die Zellteilungung auf unterschiedliche Weise beeinflußt. Sie stellt eine systemische Therapie dar, was zur Folge hat, dass die Zellteilung aller Körperzellen betroffen ist. Dadurch begründen sich die Nebenwirkungen wie Haarausfall, Reduktion der Mundschleimhaut und verändertes Blutbild. Gesunde Zellen haben die Fähigkeit, diesem Prozeß entgegen zu wirken. Daher verschwinden die Nebenwirkungen nach Beendigung der Therapie in den meisten Fällen wieder.
Computertomographie
Bildgebendes Verfahren, das computergestützt röntgendiagnostische Schnittbilder des menschlichen (auch anderer) Körper liefert.
In einer Röhre liegend wird der Patient mit einer sehr schnell rotierenden Röntgenquelle durchleuchtet.
Damit lassen sich innere Organe zur Diagnose sehr präzise darstellen.
D
 
Diagnostik
Untersuchungen, um eine Krankheit, deren Ausmaß und Ursache festzustellen.
E
 
Endoskopie
Körperhohlräume oder Hohlorgane werden mit einem beweglichen Schlauch betrachtet, der mit einem optischen System ausgerüstet ist.
Je nach Ausführung lassen sich Gewebeproben (->Biopsie) entnehmen oder weitere Diagnosen wie Röntgenaufnahmen oder Ultraschallbilder machen.
Endosonographie
Endoskopische Untersuchung mit Ultraschallaufnahmen.
Epithelgewebe
Ein- oder mehrschichtiger Zellverband, der die innere oder äußere Körperoberfläche bedeckt.
Auch Deckgewebe genannt.
F
 
Fernmetastase
Tumorgewebe, das sich fernab des eigentlichen Tumorgewebes bilden kann (->Metastasen).
G
 
Gastrointestinaltrakt
Magen- Darm- Trakt
Gastroskopie
Endoskopie des Magens mit Hilfe eines biegsamen Schlauches, der über des Rachen eingeführt wird.
H
 
Histologie
Histologie ist die Wissenschaft der Zellen im Organismus. Hierbei werden entnommene Zellen unter dem Mikroskop beurteilt. Dadurch lassen sich aus Gewebsproben Rückschlüsse über die Art des Tumors machen. Zum Beispiel kann festgestellt werden, ob ein Tumor in der Speiseröhre durch Magenzellen (-> Adenokarzinom) oder duch Zellen der Speiseröhre selbst entstanden ist. Dies hat Einfluß auf die Therapie. Des weiteren kann nach der Operation am entnommenen Gewebe geprüft werden, ob Tumorzellen eine neoadjuvante Vorbehandlung überlebt haben.
I
 
Immunsystem
Abwehrsystem des Körpers gegen fremde Substanzen.
Damit reagiert der Körper auf meist schädliche und krankheitserregende Eindringlinge. Diese werden erkannt und meist vollständig zerstört oder in ihrer Zahl soweit bekämpft, das sie nicht mehr eine Krankheit auslösen. Der Körper reagiert auch so, dass er bei einem erneuten Befall mit diesen Substanzen schneller und effektiver darauf reagieren kann.
Ionisierende Strahlen
Elektromagnetische Wellen, die in der medizinischen Therapie eingesetzt werden. Sie enstammen einer Strahlenquelle, oft ein Lienearbeschleuniger, und geben Energie an das sie durchdringende Gewebe ab. Dabei wird die Zellstruktur und die rbinformation verändert, sodass ein medizinisch hilfreicher Effekt erzielt wird (->Strahlentherapie).
J
 
K
 
Kardia
Mageneingang
Karzinom
Geschwulst, Tumor, aus Deckgewebe:
Unterscheiden sich in Form und Aufbau von ihrem Ursprunggewebe. Entstehen aus Plattenepithel- oder Drüsengewebe und sind meist "bösartig".
Kardiakarzinom
Tumor im Mageneingangsbereich (->Kardia)
Katheter
Schlauch, der in Körperhohlräume (z.B. Blase, Vene und Magen) eingeführt wird. Dient der Entnahme oder dem Einbringen von Substanzen in/aus dem Körper.
Kurativmedizin (kurative Behandlung
Behandlung von Patienten mit dem Ziel der vollständigen Genesung von ihrer Krankheit.
L
 
Laser
Hochenergetischer Lichtstrahl;
Wird in der Medizin als Ersatz für das Skalpell benutzt um Gewebe zu entfernen. Die verbrennende Wirkung unterstützt die Gewebsvernarbung.
Lokalisation
Bestimmt die genaue Lage des Tumors im Körper, um z.B. die Strahlenbehandlung vorzubereiten.
Lymphknoten
Teil des Lymphsystems;
Die linsen- bis bohnengroße Lymphknoten filtern an vielen Stellen des Körpers die Lymphe und sind wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems.
Lymphadenektonomie
Operatives entfernen möglicherweise vom Krebs befallener Lymphknoten. Diese liegen in unmittelbarer Nähe zum Krebstumor oder in dessen direkter Lymphabflussbahn. Eine Untersuchung dieses Gewebes nach der Entnahme kann Auskunft über die Gefahr eine Metastatisierung geben.
M
 
Magenhochzug
Schlauchförmige Umformung des Magens, welche durch das Zwerchfell mit dem Rest der operativ entfernten Speiseröhre verbunden wird oder im Gesamten als Ersatz einer komplett entfernten Speiseröhre dient.
Metastase
Minimal invasive Chirugie (MIC)
Operationsverfahren, bei dem mit einem Endoskop chirugische Eingriffe vorgenommen werden. Dabei werden sehr kleine Operationseinschnitte oder vorhandene Körperöffnungen verwendet.
Multimodale Therapie
Kombination verschiedener Behandlungsverfahren, zum Beispiel Radiochemotherapie.
N
 
Neoadjuvanten Therapie
Diese Therapie erfolgt vor der operativen Entfernung des Krebstumors. Sie soll den Tumorherd verkleinern und somit die Chance den Tumor vollständig zu entfernen erhöhen.
O
 
Onkologie
Stammt aus dem griechischem von onkos="Anschwellung" und logos="Lehre.
Die Onkologie ist also die medizinische Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst.
Ösophagus
Speiseröhre.
P
 
Palliativmedizin (palliative Behandlung)
Behandlung von Patienten, die nicht mehr von deren Krankheit geheilt werden können. Hauptziel ist die Verbesserung der Lebensqualität des Betroffenen und deren Angehörigen in der oft lange Zeit andauernden Sterbephase.
Parenteral
Pharmakologischer Begriff für die Verabreichung von Wirkstoffen unter Umgehung des Magen- Darm-Traktes. In den meisten Fällen werden dabei Medikamente intravenös verabreicht. um dem Umbau durch die Leber zeitweise zu Umgehen. Auch werden magensäureempfindliche Medikamente so zugeführt.
Plattenepithelkarzinom
Krebstumor der sich aus dem Plattenepithelgewebe, zum Beispiel Haut oder Speiseröhre, entwichelt hat.
Physisch
körperlich
port-a-cath System
Invusionssystem, welches zur ständigen venösen Verabreichung von Medikamenten dient. Dabei wird ein Aufnahmegehäuse (ca. 1cm groß) mit einem Katheter, der mit einer großen Vene verbunden ist operativ dem patienten unter die Haut eingesetzt. Dieses Gehäuse wird dann mit einer speziellen nadel durch die Haut mit der Lösungsmittelkanüle verbunden. Dadurch läßt sich ein immer wieder erneutes Einstechen in die Venen umgehen.
Positronen- Emmisions- Tomographie (PET)
Bildgebendes, computergestütztes Verfahren um Stoffwechsel und Durchblutung im Körper zu zeigen. Dabei wird eine radioaktiv markierte Nährlösung dem Körper zugeführt, welche sich auf einer Röntgenaufnahme zeigt. Durch den erhöhten Stoffwechsel von Tumorzellen lassen sich diese im Körper identifizieren.
Präkanzerose
Vorstadium eines Krebstumors.
Primärtumor
Die zuerst enstandene Geschwulst, von der in der Folge Metastasen ausgehen können.
Prognose
Heilungsaussicht oder vorraussichtlicher Verlauf einer Krankheit.
Psychisch
seelisch
Q
 
R
 
Radiochemotherapie (Radiatio)
Behandlung mit dem Ziel, durch Beschuß mit ionisierenden Strahlen, meist von einem Linearbeschleuniger ausgehend, den Krebstumor zu zerstören.
Reflux
z.B. Sodbrennen
Rückfluss von Säure oder Galle aus dem Magen in die Speiseröhre.
Rekonstruktion
Wiederherstellung
Resektion
Entfernung von Gewebe, zum Beispiel Tumoren durch eine Operation
Resorption
Aufnahme des Körpers von Flüssigkeit. Als Beispiel dient die Stoffaufnahme im Darm in die Blutbahn hinein.
Rezidiv
Krankheitsrückfall;
Wiederauftreten der Krankheit nach einer symtomfreien Zeit.
S
 
Skelettzintigraphie
Nach der Einnahme von radioaktiven Präperaten zeigen sich diese in einer Röntgenaufnahme und geben Aufschluss über onkologisch auffällige Bereiche im Körper.
Sodbrennen
-> Reflux
Schmerzen im Brustbereich durch Rückfluss von Magensäre oder Galle aus dem Magen in die Speiseröhre.
Sonographie
Bildgebendes Verfahren mit Hilfe von Ultraschallwellen.
Stadieneinteilung
TNM Klassifikation;
Formelhafte Darstellung des Krebsstadiums.
T = Ausbreitung des Tumors im Entstehungsgewebe und dessen Nachbarschaft
N = Befall der Lymphknoten
M = Metastasen
Beispiele:
T²N¹M¹;
würde eine mittelschwere Ausbreitung des Tumors mit befallenen Lymphknoten und beginnender Metastatisierung bedeuten.
Staging
-> Stadieneinteilung
Strahlenbehandlung
->Radiotherapie
Behandlung mit dem Ziel, durch Beschuß mit ionisierenden Strahlen, meist von einem Linearbeschleuniger ausgehend, den Krebstumor zu zerstören.
Symtom
Krankheitszeichen
T
 
Therapie
Krankheits- oder Heilbehandlung
TNM Klassifikation
->Stadieneinteilung
Transmediastinale Resektion
Entfernung, Teilentfernung der Speiseröhre vom Bauch und/oder Hals aus ohne Eröffnung des Brustraues.
Transthorakle (en-bloc) Resektion
Entfernung, Teilentfernung der Speiseröhre durch eine Brustöffung, bei der meist auch Lymphknoten aus dem Brustraum entfernt werden.
Tumor
Schwellung oder Geschwulst von Körpergewebe;
Onkologisch gutartig oder bösartige, unkontrolliert wachsende Zellwucherung. Davon können in erster Linie die Körperzellen befallen werden, die eine hohe Zellteilungsrate aufweisen (Drüsengewebe, Epithelgewebe).
U
 
Ultraschalluntersuchung
->Sonographie
V
 
W
 
X
 
Y
 
Z
 
Zytostatika
Zytostatika sind chemische Substanzen, Medikamente, die in der Krebstherapie eingesetzt werden. Sie haben zu Ziel, dass Tumorwachstum zu hemmen, schädigen dabei aber auch gesunde Zellen.
 
Quellen:
Deutsche Krebshilfe, Die blauen Ratgeber
Pschyrembel - Klinisches Wörterbuch -
Deutsches Wikipedia
 
Mein Krebs Frank Kolbe Berlin 2007